Baunebenkosten: Diese Nebenkosten beim Hausbau müssen Sie einplanen

Sie wollen ein Haus bauen oder bauen lassen, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen? Bei der Planung ist es besonders wichtig, vom ersten Moment an alle Kosten und Nebenkosten zu kennen, im Blick zu haben und zu behalten. Da sowohl beim Hauskauf als auch beim Hausbau nicht nur die Kosten für Grundstück und Haus (Materialien & Arbeitszeit) zu beachten sind, sondern auch Nebenkosten unterschiedlicher Art auf Sie zukommen, geben wir Ihnen eine Übersicht über die Nebenkostenarten, die ungefähren Baunebenkosten, die gesamten Baukosten und wie Sie sie am besten einplanen.

Welche unterschiedlichen Arten der Hausbau-Nebenkosten gibt es?

Grundsätzlich kann beim Hausbau zwischen zwei verschiedenen Nebenkosten-Arten unterschieden werden. Zum einen fallen beim Hausbau prozentuale Amtskosten / Behördenkosten an, die als Fixkosten anzusehen sind, zum anderen fallen beim Bau eines Hauses weitere Baunebenkosten. Hierunter sind alle Kosten zu verstehen, die nicht für den Grundstückskauf, für den Hausbau an sich (Hausvertrag mit Bauunternehmen) anfallen und nicht zu den fixen Amtskosten / Behördenkosten zählen.


Welche Amtskosten / Behördenkosten müssen als Nebenkosten beim Hausbau berücksichtigt und eingeplant werden?

Beim Hausbau müssen Sie folgende prozentuale Amtskosten / Behördenkosten einplanen:

Amtskosten / Behördenkosten Prozentuale Höhe Zugrundliegender Wert Abhängigkeit
Grunderwerbsteuer 3,5 – 6,5 % (abhängig vom Bundesland) Kaufpreis des Grundstücks (wenn der Kauf des Grundstücks und der Abschluss des Hausbauvertrags zeitlich unabhängig voneinander und von unterschiedlichen Verkäufern*innen erfolgen) Fixe Nebenkosten
Notarkosten Hausbau ca. 1 % Kaufpreis des Grundstücks Fixe Nebenkosten
Grundbucheintrag ca. 0,5 % Kaufpreis des Grundstücks Fixe Nebenkosten
Auflassungsvormerkung ca. 0,25 % Kaufpreis des Grundstücks Fixe Nebenkosten
Grundschuldbestellung (Eintragung und Beurkundung) ca. 0,2 % Einzutragende Grundschuld (Kreditsumme) Wird bei Teil- oder Vollfinanzierungen vom Kreditinstitut gefordert
Maklercourtage Zwischen 2,98 % und 7,14 % (je nach Bundesland / Region) Kaufpreis des Grundstücks Sofern der Grundstückskauf über einen zwischengeschalteten Makler erfolgt
       

 


Welche weiteren Baunebenkosten kommen beim Hausbau auf mich zu?

Zusätzlich zum Grundstückskaufpreis, zum Hauspreis (Planung, Bau und vertraglich definierte Fertigstellung des Hauses durch eine Baufirma) und den fixen Behördenkosten kommen bei einem Hausbau weitere Baunebenkosten auf Sie zu. Beim Bau eines HELMA Massivhauses genießen Sie den großen Vorteil, dass viele Baunebenkosten bereits im Hausvertrag inkludiert sind. Dies gibt Ihnen nicht nur finanziellen Spielraum, sondern auch eine große Planungssicherheit für Ihr Hausbau-Budget.

Baunebenkosten Höhe Bei HELMA Massivhaus inklusive
Individuelle Architekturplanung nach Aufwand bei HELMA inklusive
Carport / Garage ca. 5.000 – 20.000 € -
Baugenehmigungsgebühren ca. 100 – 4.000 € -
Spätere Vermessung durch Katasteramt ca. 1.000 € -
Baustromkasten und Bauwasseranschluss ca. 1000 € -
Verbrauch Baustrom/Bauwasser, Aufheizen/Trocknung ca. 500 – 3.000 € Kostenzuschuss für Baustrom und -wasser in Form eines 500 € Bemusterungs-Gutschein
Sämtliche Arbeits- und Schutzgerüste ca. 3.000 – 5.000 € bei HELMA inklusive
Abfallcontainer und Bau-WC ca. 2.000 € bei HELMA inklusive
Erforderliche Versicherungen ca. 1.000 € bei HELMA inklusive
SiGeKo (Sicherheits- und Gesundheitsschutz) ca. 3.000 – 4.000 € bei HELMA inklusive
Bodenuntersuchung ca. 1.000 € -
Vermessung, Lage- und Geländepläne ca. 2.000 € -
Einmessung des Hauses ca. 1.000 € -
Baugesuch und Eingabepläne (für Haus und Keller) ca. 5.000 – 10.000 € bei HELMA inklusive
Bauleitung für den gesamten Leistungsumfang ca. 4.000 – 7.000 € bei HELMA inklusive
Statische Berechnung, Werkpläne etc. ca. 3.000 – 5.000 € bei HELMA inklusive
Wärmeberechnung und Energieausweis ca. 1.000 € bei HELMA inklusive
Nachweise für Zuschüsse und Fördermittel ca. 500 – 1.500 € bei HELMA inklusive
Entwässerungsantrag ca. 1.000 € bei HELMA inklusive
Wasseranschluss bis zur Wasseruhr ca. 2.500 € -
Stromanschluss bis Hauptsicherung ca. 2.500 € -
Gas- oder Fernwärmeanschluss 0 – 4.000 € Entfällt bei Wärmepumpe
Heizungsanlage als effiziente Wärmepumpe nach Aufwand bei HELMA inklusive
Fernseh-, Telefon- und Internetanschluss ca. 500 € -
Mehrspartenhauseinführung inkl. Einbau der Leitungen ca. 2.000 € bei HELMA inklusive
Abwasser ab ca. 1 Meter vor dem Haus ab 2.500 € -
Wasser- und Abwasserleitungen (im Keller oder Haus) ca. 3.000 € bei HELMA inklusive
Stromleitungen inkl. Zählerkasten (im Keller oder Haus) ca. 2.000 € bei HELMA inklusive
Hausanschlüsse außerhalb des Hauses ca. 3.000 € -
Schnurgerüst erstellen ca. 250 € bei HELMA inklusive
Aushub und Wiederverfüllen der Baugrube ca. 3.000 – 5.000 € bei HELMA inklusive
Überschüssiges Aushubmaterial abfahren ca. 2.000 € -
Evtl. Bodenmaterial zum Wiederverfüllen ab 2.000 € -
Außenanlagen (Terrasse, Wege, Abdichtung Kontaktflächen Außenputz) lt. individuellem Kostenvoranschlag eines GaLa-Bauers Ihrer Wahl -
Maler- und Tapezierarbeiten ab ca. 1.000 € (Materialkosten, je nach Wunsch und Wandfläche etc.) -
Bodenbeläge (außer Fliesen) ab ca. 1.000 € (Materialkosten, je nach Wunsch und Wohnfläche) -
Bodenfliesen in Bad/Dusche/WC, Küche, Diele und HWR nach Aufwand bei HELMA inklusive
Fliesenauswahl aus umfangreichen Qualitätsprodukten bis 40 € / m² bei HELMA inklusive
Hochwertige Sanitärobjekte bekannter Marken nach Aufwand bei HELMA inklusive
Elektrische Rollläden in allen Wohngeschossen nach Aufwand bei HELMA inklusive
Küche nach Wunsch und Größe -
Umzug ab ca. 100 € (Anmieten eines Transporters) -
     

Nebenkosten berechnen mit dem HELMA Hausbau- und Nebenkostenrechner

In unserer Nebenkosten-Aufstellung für Ihren Hausbau haben Sie bereits einen ersten Eindruck über die zu erwartenden Baunebenkosten gewonnen. Um eine möglichst exakte Budgetplanung generieren zu können, stehen Ihnen ebenfalls unsere Online-Hausbau- und Nebenkostenrechner zur Verfügung. Des Weiteren können Sie hier sogar Eigenleistungen und Eigenmittel (Eigenkapital) eingeben und bekommen am Ende eine Übersicht über die Bausumme, eine Aufstellung der Baunebenkosten für Ihr neues Haus und eine mögliche Finanzierungssumme an die Hand. Benutzen Sie die ermittelten Daten während Ihres Hausbaus gerne als Checkliste, sodass Sie Ihre Hausbau(neben)kosten immer im Blick haben.


Rechenbeispiel der Hausbau- und Nebenkosten bei einem Hausbau mit HELMA

Familie Mustermensch möchte das HELMA Massivhaus Mailand mit ca. 147 m2 (KfW 55 EE) in Niedersachsen bauen. Das Grundstück mit einer Größe von 600 m2 erwirbt Familie Mustermensch von und in einer Kleinstadt Niedersachsens mit einem Grundstückspreis von 150,- Euro / Quadratmeter. Das Grundstück ist bereits erschlossen und ein Makler wird nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren hat sich Familie Mustermensch für eine Beton-Fertigteilgarage entschieden, die sie sich nach Fertigstellung Ihres HELMA Massivhauses aufstellen lassen möchte. Herr Mustermensch ist handwerklich begabt, weshalb er die Maler- und Tapezierarbeiten sowie die Verlegung der Bodenbeläge in Eigenleistung erbringen wird.

Grundstückskosten 90.000 €
Grundstücksnebenkosten (Amtskosten / Behördenkosten) 6.525 €
Hauskosten 292.000 €
Hausbau - Nebenkosten 60.660 €
Gesamtkosten Hausbau 449.185 €
   

Was ist eine Grundschuldbestellung und wann ist sie notwendig?

Im Rahmen einer Grundschuldbestellung lässt der Eigentümer eines Grundstücks eine Grundschuld auf sein Grundstück im Grundbuch eintragen. Eine Grundschuld bedeutet, dass das Grundstück nicht schuldenfrei ist. Grundschulden werden vor allem im Rahmen einer Baufinanzierung / Hausfinanzierung zugunsten der kreditgebenden Bank eingetragen. Sobald eine Grundschuld auf ein Grundstück eingetragen ist, kann es nicht ohne den Begünstigten zu involvieren veräußert werden.

Wie hoch sind Kosten für die Grundschuldbestellung? Ein Rechenbeispiel!

In unserer vorherigen Beispielrechnung erwarten Familie Mustermensch Gesamtkosten in Höhe von 449.185 € für Ihren Hausbau in Niedersachsen. Familie Mustermensch besitzt Eigenkapital in Höhe von 100.000 € und bekommt von den Eltern von Frau und Herrn Mustermensch ein zinsfreies Darlehen in Höhe von jeweils 20.000 €. Im ersten Schritt berechnen wir den Kreditbedarf von Familie Mustermensch und im zweiten Schritt die Kosten für die Grundschuldbestellung.

a) Beispielrechnung Kreditbedarf von Familie Mustermensch:

Gesamtkosten Hausbau 449.185 €
- Eigenkapital 100.000 €
- Zinsfreie Darlehen 40.000 €
= Kreditsumme 309.185 €
   

Nach Abzug des Eigenkapitals und der zinsfreien Darlehen hat Familie Mustermensch einen Kreditbedarf in Höhe von 309.185 €. Die finanzierende Bank wünscht eine Grundschuldeintragung im Grundbuch.

b) Beispielrechnung Kosten für die Grundschuldbestellung:

Höhe der Grundschuld 309.185,00 €
+ ca. 0,2 % Gebühren für Grundschuld 618,37 €
   

Familie Mustermensch kostet die Grundschuldbestellung ca. 618,37 €. Davon bekommen der Notar und das Grundbuchamt jeweils ungefähr die Hälfte.


Weitere (Neben-) kosten nach dem Bau eines Einfamilienhauses

Für Ihre langfristige Budgetplanung ist es wichtig, bereits von Beginn an alle anfallenden Kosten richtig einzuschätzen und einzuplanen. Dazu zählen die Hausbau Kosten und Nebenkosten. Aber auch die Kosten, die nach einem Hausbau anfallen, müssen berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise kleinere Anschaffungen wie Briefkasten, Hausnummer, Badezimmerausstattung (WC-Rollenhalter, WC-Bürstenhalter, Handtuchhalter etc.), (Außen-) Lampen, aber auch laufende Versicherungen (Wohngebäudeversicherung bei HELMA im ersten Jahr gratis) und andere Abgaben wie Müllgebühren, Grundsteuer und Stromkosten.


FAQs zum Thema (Neben-) Kosten beim Hausbau

In unserem FAQ-Bereich beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zum Thema Nebenkosten beim Hausbau.

Werden die Nebenkosten bei der Finanzierung abgedeckt? Für die Beantwortung dieser Frage ist es besonders wichtig, zwischen den fixen Amtskosten / Behördenkosten und den variablen Baunebenkosten zu unterscheiden. Die fixen Amtskosten / Behördenkosten gehen über die Grundschuld und den Immobilienwert (Rückkaufswert) hinaus und sollten deshalb aus eigenen finanziellen Mitteln bezahlt und nicht über die Finanzierungssumme abgedeckt werden. Es gibt zwar Beispiele, in denen Banken auch eine Überfinanzierung (auch 110 %-Finanzierung genannt) finanzieren, jedoch ist dies aufgrund hoher Zinsaufschläge sehr teuer und wenn überhaupt nur bei ausgezeichneter Bonität möglich.
Kann ich die Höhe der Hausbau-Nebenkosten beeinflussen? Auch bei dieser Frage ist eine Differenzierung zwischen den fixen Amtskosten / Behördenkosten und den variablen Baunebenkosten wichtig, denn die Amtskosten / Behördenkosten sind bundesweit (mit kleineren regionalen Abweichungen) einheitlich. Die variablen Baunebenkosten für Ihren Neubau hingegen lassen sich teilweise beeinflussen. Zwar fallen in diese Kategorie einige Anschlusskosten, Vermessungskosten etc., die variabel, aber nicht beeinflussbar sind, aber auch einige Ausstattungs-Posten wie Garage / Carport, Wand- und Bodenbeläge, die durchaus in ihrer Höhe beeinflussbar sind. An diesen Stellen kann individuell nach Wunsch und Budget entschieden und damit die Ausgabenhöhe dieser Nebenkosten bestimmt werden.
Warum fallen beim Hausbau Notarkosten an? Für einen Hausbau benötigen alle Bauherren*innen ein Grundstück. Beim Kauf eines Grundstücks geht das Grundstückseigentum von dem / der Verkäufer*in an die / den Käufer*in über. Dies muss notariell beglaubigt und ins Grundbuch eingetragen werden. Zusätzlich ist ein Hausbau in vielen Fällen mit einer Grundschuldeintragung verbunden, die ebenfalls beim Notar beantragt werden muss. Eine Grundschuldeintragung wird immer dann notwendig, wenn der Hausbau über eine Baufinanzierung realisiert wird und die Bank eine Grundschuldeintragung voraussetzt. Beim Notar wird der Grundstückskaufvertrag laut verlesen und anschließend von beiden Parteien unterschrieben. Der Notar beglaubigt dies sowie die Grundschuldbestellung und leitet beide Urkunden an das Grundbuchamt zur Grundbucheintragung weiter.
Sind die Nebenkosten beim Hausbau günstiger als die Nebenkosten beim Hauskauf? Die Kosten beim Hausbau und Hauskauf sind schlecht miteinander zu vergleichen. Beim Hausbau besteht die Gesamtinvestition aus vielen Einzelposten (Kaufpreis Grundstück, Hauspreis, Baunebenkosten, Amtskosten / Behördenkosten), beim Hauskauf bezahlen Sie dagegen einen Gesamtpreis, in dem bereits Grundstück und sämtliche Nebenkosten des zurückliegenden Hausbaus inkludiert sind, zzgl. der Renovierungs- und Sanierungskosten. Der einzige Posten, der bei Hauskauf und Hausbau miteinander vergleichbar ist, sind die Amtskosten / Behördenkosten. Da die Amtskosten / Behördenkosten immer prozentual berechnet werden und beim Hausbau der Grundstückspreis und beim Hauskauf der Gesamtpreis zugrunde gelegt wird, fallen diese beim Hausbau in der Regel deutlich günstiger aus.

 


Welche Versicherungen benötige ich bei und nach dem Hausbau?

Während des Hausbaus benötigen Sie vor allem eine Rohbau-Feuerversicherung, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sowie eine Bauleistungsversicherung. Bei einem Hausbau mit HELMA genießen Sie den großen Vorteil, dass der HELMA-BauSchutzBrief automatisch in Ihrem Hausvertrag inkludiert ist und in diesem die genannten Versicherungen und weitere Vorteile wie SiGeKo, Vertragserfüllungsbürgschaft und die Bauzeitgarantie bereits enthalten sind. Und obendrauf schließt sich die Wohngebäudeversicherung, die Sie nach Fertigstellung Ihres Hausbaus benötigen, nahtlos an die Rohbau-Feuerversicherung an und ist für Sie als HELMA Bauherr*in im ersten Versicherungsjahr sogar kostenfrei.

Wenn auch Sie Interesse haben, von diesen und weiteren Vorteilen zu profitieren und sich über einen Massivhausbau und / oder über eine Hausbau-Finanzierung mit HELMA informieren möchten, bestellen Sie sich gerne unseren kostenlosen Hauskatalog oder kontaktieren Sie uns persönlich. Wir freuen uns Sie kennenzulernen und beraten Sie gerne zu Ihrem Traumhaus.

 

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