Die Prolongation.
Prolongation Definition: Der Begriff Prolongation stammt von dem neulateinischen Wort prolungare (verlängern) ab und steht bei Immobilienfinanzierungen für eine Anschlussfinanzierung eines Bau- oder Immobiliendarlehens.
Ein Immobiliendarlehen wird für einen zuvor festgelegten Zeitraum abgeschlossen, zumeist für zehn bis dreißig Jahre. Danach wird in der Regel eine Anschlussfinanzierung benötigt, da zu diesem Zeitpunkt das Baudarlehen selten bereits vollständig zurückgeführt ist.
Dieses Anschlussdarlehen kann bei der finanzierenden Bank, aber auch bei einem Konkurrenzunternehmen abgeschlossen werden. Wer prolongieren muss, sollte sich grundsätzlich nicht nur das Angebot des eigenen Anbieters ansehen, sondern die Zinssätze der verschiedenen Kreditinstitute vergleichen. Eine Anschlussfinanzierung kann bei allen Anbietern am Markt bezogen werden.
Das Anschlussfinanzierungen erforderlich werden, liegt darin begründet, dass Hypothekendarlehen in Deutschland einer Zinsbindungsfrist unterliegen. Wer ein Haus bauen möchte und dafür eine Finanzierung aufnimmt, muss sich für eine Zinsbindungsfrist, also den Zeitraum, wie lange sein Darlehen zu dem vereinbarten Zinssatz zurückgeführt wird, entscheiden. Dies bietet Zinssicherheit für einen festgelegten Zeitraum.
Die Hausbau Finanz empfiehlt: Wird ein Immobilienkredit in einer Zeit niedriger Zinsen abgeschlossen, sollte der Zins für einen langfristigen Zeitraum festgeschrieben werden. Dem Kreditnehmer entstehen durch eine lange Zinsbindungsfrist keine Einbußen, da laut Gesetz nach zehneinhalb Jahren ein Kündigungsrecht besteht. So kann ein Kredit nach Ablauf dieser Zeit problemlos umfinanziert werden, selbst wenn die Zinsbindungsfrist noch nicht beendet ist. Dann kann eine günstige Anschlussfinanzierung die aufgenommene Baufinanzierung ersetzen.
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